"Für zwei Drittel aller Deutschen ist Einsamkeit ein großes Problem", das ergab der ARD-Deutschlandtrend vom März 2018. Foto: djd/Büchmann/Seminare/Thomas Bartel (BdSAD)

Senioren-Assistenten können ältere Menschen
aus Isolation und Einsamkeit führen

Einsame Menschen benötigen im Alter Unterstützung, um ihrem "Schattendasein" zu entkommen. Foto: djd/Büchmann/Seminare/Thomas Bartel (BdSAD)

Einsame Menschen benötigen im Alter Unterstützung, um ihrem “Schattendasein” zu entkommen.
Foto: djd/Büchmann/Seminare/Thomas Bartel (BdSAD)

(djd). Ist Einsamkeit der größte Feind des Alters und des Alterns? Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ist dieser Frage nachgegangen. Und tatsächlich: Aufmerksamkeit, Zuwendung, persönliche Anspra-che, anregende Gesellschaft und eine aktive Teilhabe am Leben vermissen die befragten Menschen mit zunehmendem Alter am meisten. Genau hier setzt etwa die Arbeit der bundesweit aktiven Senioren-Assistenten an: Als beständige und professionelle Partner sorgen sie für körperlichen, seelischen und geistigen Ausgleich, für Aktivität und für die sichere Begleitung im Alltag von Senioren.

Einsamkeit ist im Gegensatz zum selbst gewählten Alleinsein das schmerzliche Empfinden, von seinem Umfeld immer weniger beachtet zu werden und sich dadurch zunehmend nutzlos und minderwertig zu fühlen. Wer einsam ist, dem geht es körperlich und psychisch weniger gut als Menschen, die sich sozial eingebettet fühlen – das ergab auch eine aktuelle finnische Studie. Demnach erleiden sozial isolierte Menschen sogar um 42 Prozent häufiger einen Herzinfarkt und um 39 Prozent häufiger einen Schlaganfall als sozial aktive Menschen. Auch Depression ist ein häufiges Krankheitsbild.

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Fürsorge und Achtsamkeit kann viel Gutes bewirken Älteren Menschen fehlt oft die Kraft, aus eigenem Antrieb ihrer Einsamkeit zu entkommen. Sie verwehren sich meist aus Schamgefühl dem natürlichen Bedürfnis nach Zuwendung und mitmenschlicher Nähe. Deshalb hängt es oft von der besonderen Achtsamkeit, Sensibilität und Initiative ihres Umfeldes ab, ob in dieser Situation professionelle Unterstützung hinzugezogen wird, etwa durch qualifizierte Senioren-Assistenten. Sie bringen im Unterschied zu den Pflege- und Haushaltsdiensten Zeit für die individuelle Zuwendung und volle Aufmerksamkeit für ihr Gegenüber mit und tragen damit erheblich zu persönlichem Wohlbefinden und Lebensqualität bei. Profile und Kontaktdaten der selbstständig tätigen Senioren-Assistenten in Deutschland sind etwa auf den kostenlosen Vermittlungsportalen www.die-senioren-assistenten.de oder auch auf der Seite www.bdsad.de hinterlegt.

Senioren-Assistenten, die zugleich Mitglied der Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) sind, haben sich zur Einhaltung der "Pflege-Charta" verpflichtet. Foto: djd/Büchmann/Seminare/Thomas Bartel (BdSAD)

Senioren-Assistenten, die zugleich Mitglied der Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) sind, haben sich zur Einhaltung der “Pflege-Charta” verpflichtet.
Foto: djd/Büchmann/Seminare/Thomas Bartel (BdSAD)

Umfassende Vorbereitung
Mit einer zertifizierten Ausbildung nach dem „Plöner Modell“ werden qualifizierte Senioren-Assistenten um-fassend auf ihre spezifische Tätigkeit vorbereitet. Weit über 1.000 Frauen und Männer haben sich bundesweit in den letzten zehn Jahren auf diesem hohen Qualitätsstandard schulen lassen. Seit 2012 gibt es mit der Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) e. V. eine eigenständige Berufsorganisation, die unter anderem auf die Einhaltung anspruchsvoller Ethik- und Qualitätsstandards sowie auf eine kontinuierliche fachliche Weiterbildung ihrer Mitglieder achtet.