Burnout ist längst kein Nischenthema mehr. Jeder zweite Bundesbürger fühlt sich davon bedroht. Foto: djd/imzig.de/Getty

Einen drohenden Burnout
frühzeitig erkennen und handeln

(djd). Die Karriere vor Augen brennen viele Berufstätige mit Eifer für ihre Aufgabe. Für Anerkennung, Lob und Geld sind sie bereit, alles zu geben. Sie übernehmen Verantwortung, leisten Überstunden, sind ständig erreichbar. Doch mit zunehmender Arbeitsverdichtung bleibt immer weniger Zeit für Dinge, die das Wohlbefinden sichern und die leeren Akkus wieder aufladen. Lässt schließlich die Leistungsfähigkeit nach, herrscht Frustration. Selbstzweifel machen sich breit. Ändert sich nichts an der Situation, geht der Zustand langsam in Resignation über und endet über kurz oder lang in der Erschöpfung. Burnout ist längst kein Nischenthema mehr. Jeder zweite Bundesbürger fühlt sich davon bedroht, wie eine Umfrage der pronova BKK zeigt.

Signale von Körper und Seele ernst nehmen

Viele Betroffene gestehen sich ihren Zustand jedoch lange nicht ein und leiden stumm – aus Angst vor dem Unverständnis ihres Umfeldes, drohendem Jobverlust oder finanziellen Sorgen. Doch weiter die eigenen Grenzen zu überschreiten, ist ein großer Fehler, der nicht selten im Burnout endet. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie weit die eigene körperliche und seelische Erschöpfung fortgeschritten ist, um umzudenken und rechtzeitig aktiv zu werden. In Erfahrung bringen kann man das beispielsweise mit einem von der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) mit entwickelten Test unter www.imzig.de. Nach Absenden des ausgefüllten Fragebogens enthält jeder Interessent ein fundiertes, ausführliches und vertraulich ausgewertetes Fazit von Fachärzten mit hilfreichen Tipps zu Gegenmaßnahmen.

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Wen betrifft Burnout?

Menschen, die hohe Erwartungen an ihre eigene Person stellen, viel Verantwortung tragen und nicht „Nein” sagen können, geraten vergleichsweise häufiger in eine Burnout-Spirale.

Stressexperten raten generell zu einer guten Work-Life-Balance. Der Arbeitszeit muss genügend Raum für Grundbedürfnisse wie Essen, Schlafen, Bewegung und soziale Kontakte gegenüberstehen. Eine Prioritätenliste kann helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Freie Tage sollte man bewusst zur Burnout-Prävention nutzen, etwa in Form eines Auszeit-Wochenendes. Häufig werden entsprechende Maßnahmen wie das Bad Aiblinger IMZIG-Präventionsprogramm von den Krankenkassen bezuschusst.