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Versichert oder nicht?

(ots). Auf dem Weg zur Kaffeemaschine gestolpert und dabei den Arm gebrochen: Arbeitnehmer sind bei einem Arbeitsunfall gesetzlich versichert – sofern sie sich zu diesem Zeitpunkt im Unternehmen aufgehalten haben. Doch wer ganz oder teilweise im Homeoffice arbeitet, genießt diesen Versicherungsschutz nur eingeschränkt.

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Ausrutschen auf einer Banane kann üble Folgen haben. Foto: pixabay

Für Heimarbeiter hängt der Versicherungsschutz vor allem davon ab, wo genau der Unfall passiert. Verletzt sich der Arbeitnehmer unmittelbar am heimischen Arbeits-platz oder auf dem Weg dorthin, gilt für ihn auch zu Hause die gesetzliche Unfallversicherung: Dabei handelt es sich um eine betrieblich bedingte Tätigkeit oder um den Arbeitsweg.

Anders sieht es aus, wenn sich der Arbeitnehmer einen Kaffee aus der Küche holt und sich dabei verletzt. Das ist dann kein Arbeitsunfall, weil der Homeworker in diesem Moment keine versicherte Beschäftigung ausgeübt hat. Denn die Küche zählt zum privaten Lebensbereich. Für alle Risiken, die davon ausgehen, haftet nicht der Arbeitgeber, sondern der Versicherte selbst.

Wer direkt im Unternehmen arbeitet, ist dagegen im gesamten Firmengebäude versichert. Hier können Träger der gesetzlichen Unfallversicherung vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um Gefahrenquellen auszuschalten – in der privaten Wohnung ist dies nicht möglich.