Ein Jahr Teilhabeberatung für Menschen
mit Behinderung im Kreis Gütersloh

(EUTB). Seit einem Jahr gibt es im Kreis Gütersloh eine neue Anlaufstelle. Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB, berät Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen sowie Angehörige in allen Fragen rund um Teilhabe, Rehabilitation und Inklusion. Das Beratungsangebot ist unabhängig und wird gut angenommen – Tendenz steigend.

Welche Wohnzuschüsse gibt es, wo kann ich arbeiten, bestehen Unterhaltspflichten bei erwachsenen Kindern mit Behinderung? Auf solche und viele andere Fragen hat das Team der EUTB Gütersloh regelmäßig die richtigen Antworten. Seit einem Jahr beraten Anja Roy Chowdhury, Dorothee Melters und Sophie Wessel Menschen mit Behinderung und Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind, um ihnen eine selbständige, individuelle Lebensplanung zu ermöglichen.

„Die Unabhängigkeit unseres Beratungsangebotes wird gesehen und sehr geschätzt“, stellt Wessel mit Blick auf das besondere Merkmal der EUTB fest. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen bietet sie eine Beratung, die neutral ist und trägerunabhängig. Dies wird möglich durch die umfassende Vernetzung mit zahlreichen Trägern aus der Soziallandschaft des Kreises Gütersloh, deren Angebote von den drei Beraterinnen der EUTB gebündelt und vor Ort für Interessierte bereitgestellt werden.

Verortet ist die neue Anlaufstelle in der Strenger Straße 4 bis 6 im Zentrum von Gütersloh, in unmittelbarer Nähe zu Rathaus und Hauptbahnhof. Hier finden dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr offenen Sprechzeiten statt. Daneben gibt es viel Raum für individuelle Terminabsprachen, in Einzelfällen auch am Samstag oder wochentags in den Abendstunden. „Selbstverständlich bemühen wir uns sehr, bedarfsorientiert zu arbeiten, dies beginnt schon bei der Vereinbarung von Terminen“, so Roy Chowdhury.

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Beratungsangebot der EUTB im Kreis Gütersloh wird getragen von der Diakonischen Stiftung Ummeln und dem Verein VKM – Vielfalt und Kompetenz für Menschen mit Förderbedarf. Mehr Infos und Kontakt unter wwww.teilhabeberatung-guetersloh.de.

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert auf der Grundlage des neuen § 32 SGB IX die Errichtung der EUTB. Bundesweit werden mehr als 500 dieser unabhängigen Beratungsstellen eingerichtet. Der Bund stellt dafür jährlich 58 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördermittel werden für ein bedarfsgerechtes, regionales Angebot entsprechend der Größe der Bundesländer aufgeteilt. Die Fachstelle Teilhabeberatung sorgt für eine überregionale Vernetzung der Beratungsangebote und begleitet die EUTB nach dem Prinzip „Eine für Alle“: Die Einrichtungen stehen für Fragen zu allen Beeinträchtigungen und zu allen Fragen der Rehabilitation und Teilhabe offen. Es handelt sich um ein ergänzendes Angebot, welches bestehende Beratungsstrukturen nicht ersetzen soll.