Arbeitsschutz für Schwangere verschärft

(txn). Flexiblere Arbeitszeiten, Ruhephasen und mehr Mitspracherecht: Das neue Mutterschutzgesetz bringt zahlreiche Vorteile für Schwangere. Was viele nicht wissen: Es hat auch gravierende Auswirkungen auf die Dokumentationspflicht nach dem Arbeitsschutzgesetz. „Seit Anfang 2019 drohen Bußgelder, wenn eine Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz nicht erstellt wurde“, weist Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad hin.

Das bedeutet: Arbeitgeber müssen für jeden Arbeitsplatz eine anlassunabhängige Gefährdungsbeurteilung vornehmen – also egal, wer dort arbeitet und ob eine Mitarbeiterin schwanger ist. Jeder Arbeitsplatz soll daraufhin überprüft werden, ob hier besondere Schutzbedürfnisse für schwangere oder stillende Frauen bestehen.

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Zusätzlich sind vertiefte Gefährdungsbeurteilungen für den individuellen Arbeitsplatz der Mitarbeiterin vorgeschrieben. Bislang galt das nur dort, wo mit möglicherweise belastenden chemischen, biologischen oder physikalischen Stoffen gearbeitet wird.

Als weitere Änderung sieht das Gesetz ein allgemeines Beschäftigungsverbot für werdende Mütter vor, die Arbeiten in einem vorgegebenen Zeittempo erledigen sollen. Neu ist auch, dass Betriebe durch einen Ausschuss für Mutterschutz bei der Umsetzung des Mutterschutzgesetzes beraten werden.