Elisabeth Witte verteilte beim „Wilhelm-Schröder-Gedächtnis-Essen“ die Rindfleischsuppe in der Gaststätte Neuhaus. Das gemeinsame Essen ist heute vielen Teilnehmern wichtig. Foto: Stadt Rheda-Wiedenbrück

Das „Wilhelm-Schröder-Gedächtnis-Essen“

Rheda-Wiedenbrück (pbm). Dankbar für eine gute und 46 Jahre andauernde Ehe, veranlasste Wilhelm Schröder in seinem Testament, dass nach seinem Tod jedes Jahr aus den Zinsen einer Hypothek in Höhe von 10.000 Goldmark ein Festessen für ältere Menschen aus der Gemeinde Rheda und Nordrheda-Ems stattfinden soll – immer am Sonntag nach dem Hochzeitstag von Wilhelm und Gertrud Schröder, die sich am 10. April 1872 „getraut“ hatten.

So fand in diesem Jahr zum 82. Mal das sogenannte „Wilhelm-Schröder-Gedächtnis-Essen“ statt. Gut 20 Gäste saßen in gemütlicher Runde im Restaurant Neuhaus zusammen, um gemeinsam ein Mittagessen einzunehmen. Die Speisenfolge ist durch Wilhelm Schröder testamentarisch festgelegt. Rindfleischsuppe mit Einlage, Rindfleisch mit Zwiebelsoße sowie Braten und Salzkartoffeln, Gemüse und ein Kompott zum Dessert. Die Männer bekommen ein Glas Bier und die Frauen ein Glas Limonade. Das war das klassische Hochzeitsessen seinerzeit. 1976 entschied hat der Rat der Stadt, das Angebot der derzeitigen Grundstückseigentümer auf Ablösung der Hypothekenlast anzunehmen. Bis heute hält die Stadt an der schönen Tradition fest. Die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Witte begrüßte die Runde, die überwiegend aus Damen bestand. Nur ein Herr hatte sich zwischen die Frauenrunde gewagt, fühlte sich aber ganz wohl. Elisabeth Witte verteilte die Suppe und wünschte allen einen guten Appetit und angeregte Gespräche. Maria Arenbeck organisiert die Veranstaltung von städtischer Seite.