Lassen Sie Ihren Hund am Silvesterabend nicht allein. Vermitteln Sie ihm durch Ihre Anwesenheit Sicherheit. Foto: djd/CEVA/Liz Gregg

Die empfindsame Nase zur Beruhigung nutzen

(djd). Hunde und Katzen sind viel geräuschempfindlicher als Menschen. So wird Feuerwerk an Silvester als ohrenbetäubender Lärm empfunden. Dazu kommt die bessere Nase: Hunde besitzen je nach Rasse 100 bis 250 Millionen Riechzellen, mit denen sie die Brandgase und -gerüche von Feuerwerk und Böllern deutlich stärker wahrnehmen als wir Menschen. In der Tierwelt beruhigen sich Hunde und Katzen mit einem einfachen Trick: Sie setzen über bestimmte Drüsen für uns Menschen nicht erkennbare Gerüche ab. Überall dort, wo Katze und Hund diesen Duft registrieren, fühlen sie sich wohl und sicher.

Von Tierärzten entwickelt, wird dieses Prinzip der Entspannungsbotschaften seit vielen Jahren angewendet, um Tiere in Stresssituation wie an Silvester zu beruhigen. Unter dem Namen Feliway für die Katze und Adaptil für den Hund gibt es beispielsweise Verdampfer für die Steckdose, die beim Tierarzt oder im Zoofachhandel erhältlich sind. Damit die beruhigenden Botenstoffe sich verbreiten können, nutzt man die Verdampfer am besten schon ein bis zwei Wochen vor Silvester am Rückzugsort des Tieres.

Damit Vierbeiner sicher ins neue Jahr kommen

Eine gute Vorbereitung trägt viel dazu bei, dass die treuen Fellnasen möglichst stressfrei ins neue Jahr kommen. So raten zum Beispiel die K9 Tiersuchprofis, beim Spaziergang den Hund mit einem Geschirr zu sichern, um ein Entwischen aus dem Halsband zu vermeiden. Freigängerkatzen sollten bereits eine Woche vor Silvester bis eine Woche danach im Haus bleiben. Fenster, Katzenklappen und Türen müssen in dieser Zeit geschlossen sein. Der häufigste Grund für das Entlaufen eines Tieres ist unter anderem das plötzliche Erschrecken vor zum Beispiel frühzeitigem Böllern schon vor Silvester.