Philipp Loddenkemper geht
für ein Jahr in die USA

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ermöglicht Gütersloher einen Aufenthalt in den USA

(DS/COL). Da war die Freude groß, als Philipp Loddenkemper den entscheidenden Anruf erhielt: Er hatte sich bei der Bewerbung beim Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) um einen einjährigen Aufenthalt in den USA durchgesetzt. Von insgesamt 850 Anfragen von interessierten jungen Berufstätigen wurden in einer Vorauswahl 350 Bewerbungen bearbeitet.

In weiteren Auswahltagungen, die in Bonn und Berlin stattfanden, überzeugte der gebürtige Gütersloher den Bundestagsabgeordneten Ralf Brinkhaus, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit seiner Präsentation.

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Brinkhaus ist der persönliche Pate des USA-Reisenden. „Wir haben vereinbart, dass Philipp und ich regelmäßig Kontakt halten. Bei dieser Auslandserfahrung muss man sehr flexibel sein, denn die Herausforderung ist groß.” Ralf Brinkhaus ist überzeugt, dass mit Philipp Loddenkemper der richtige Teilnehmer auf die Reise geht. „Es war schwierig, den richtigen Kandidaten zu ermitteln. Es gab sehr viele gute Bewerbungen. Das machte die Auswahl nicht einfach”.

So wird Loddenkemper am 6. August 2019 zunächst mit weiteren 74 Teilnehmern des Austauschprogramms nach New York City fliegen. Die folgenden gemeinsamen Tage im Big Apple dienen zur Vorbereitung, bevor es für ihn dann weiter geht nach Palos Hills, Illinois.

„Ich bin sehr gespannt, was mich in den USA erwartet, und freue mich auf Land und Leute. Meine Gastfamilie habe ich schon kennen gelernt. Zuerst werde ich für ein halbes Jahr das Moraine Valley Community College in Palos Hills besuchen und anschließend in einem amerikanischen Betrieb ein Praktikum absolvieren”, berichtet Loddenkemper. „Wenn es mir möglich ist, will ich in meiner Freizeit auch die nähere und weitere Umgebung erkunden”.

Parlamentarisches Patenschafts-Programm

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ist ein vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der USA gemeinsam getragenes Austauschprogramm, das deutschen und amerikanischen Jugendlichen einen einjährigen Aufenthalt im jeweils anderen Land ermöglicht. Es wurde vor 36 Jahren ins Leben gerufen. Eine Besonderheit des Programms ist, dass Bundestagsabgeordnete Patenschaften für die teilnehmenden Jugendlichen übernehmen. Schirmherr ist der Präsident des Bundestages.

Es gibt das PPP für Schülerinnen und Schüler (von 15-17 Jahren) und das PPP für junge Berufstätige und Auszubildende (im Alter bis 24 Jahre, die ihre Berufsausbildung zum Zeitpunkt der Ausreise erfolgreich abgeschlossen haben).

Gute Grundkenntnisse der englischen Sprache (mind. 3 Schuljahre) sind Voraussetzung in beiden Programmen.

• Alle Stipendiatinnen und Stipendiaten wohnen üblicherweise in Gastfamilien.

• Die Schülerinnen und Schüler besuchen eine High School, die Berufstätigen besuchen ein halbes Jahr lang ein Community College oder ähnliches. Sie machen anschließend für ein weiteres halbes Jahr ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb.

• Das Stipendium beinhaltet die Vorbereitung und Betreuung durch die Austauschorganisation und Programmkosten wie Flug, Versicherung etc.

• Die Bewerbung kann online über www.bundestag.de/ppp erfolgen. Die Bewerbungsphase beginnt im Mai für das Folgejahr. Der Bewerbungsschluss ist im September.

• In Deutschland sind sechs erfahrene Austauschorganisationen mit der Durchführung des PPP betraut (regional unterschiedlich). Hier bei uns ist das für die Schülerinnen und Schüler Experiment e.V. Für das PPP für junge Berufstätige und Auszubildende ist die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zuständig.

• Die Austauschorganisationen führen Auswahlverfahren durch und treffen eine Vorauswahl an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. Das erfolgt völlig unabhängig von den Abgeordneten, die in dem Jahr als Paten am Programm teilnehmen – denn auch die Abgeordneten können nie alle teilnehmen. Die Austauschorganisationen übernehmen auch die organisatorische Betreuung der Stipendiatinnen und Stipendiaten während des Austauschjahres.

• Etwa im Dezember bekommen die teilnehmenden Abgeordneten Vorschlagslisten mit qualifizierten Bewerbern. Von dieser Liste nominieren die Abgeordneten dann eine Bewerberin oder einen Bewerber (sowie eine Ersatzteilnehmerin / einen Ersatzteilnehmer).

• Die oder der Abgeordnete ist natürlich auch Patin/Pate für amerikanische Stipendiaten, die im Wahlkreis bei einer Gastfamilie wohnen.

• Dieses Jahr gehen 285 deutsche Schülerinnen und Schüler sowie 75 junge Berufstätige in die USA, 350 junge US Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen nach Deutschland.