Fünf Tipps für Bauherren

(bpr). Häufig kommt es anders, als man denkt. Mehr als 70 Prozent der privat errichteten Immobilien werden teurer als geplant. Nur jedes zweite Haus wird pünktlich fertiggestellt. Dies ergab eine aktuelle Bauherren-Studie über die Planung von Bauprojekten. Welche Maßnahmen helfen, damit der Bezugstermin nicht in weite Ferne rückt, weiß Karsten Eiß von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Wankelmut wird teuer

Beim Hausbau gilt: Gut geplant ist halb gewonnen. Denn Änderungswünsche im Nachhinein sind nicht nur teuer, sondern verzögern das ganze Projekt.

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Tipp: Professionelle Beratung, zum Beispiel von einem Architekten, hilft, einen Überblick zu erhalten, Entscheidungen zu priorisieren und einen realistischen Zeit- und Kostenplan aufzustellen. Ein Baubegleiter unterstützt auch dabei, die verschiedenen Gewerke optimal zu koordinieren.

Den Blick auf den Boden richten

Die Grundstücksbeschaffenheit kann erheblichen Einfluss auf die Baukosten haben. Durch abschüssige Flächen oder einen hohen Grundwasserspiegel kann kostspieliger Mehraufwand entstehen. Befinden sich Altlasten im Erdreich, müssen diese entsorgt oder der Boden sogar ausgebaggert und neu verfüllt werden. Dies schlägt zusätzlich aufs Budget und kostet dazu noch Zeit.

Tipp: Vor dem Kauf ein professionelles Bodengutachten anfertigen lassen. Meist bieten geotechnische Büros diese Dienstleistung an.

Nicht zu viel Arbeit aufhalsen

Viele Bauherren wollen die Baukosten durch die so genannte Muskelhypothek senken, indem sie oder Freunde und Verwandte einen Teil der Leistungen auf der Baustelle selbst übernehmen. Gelingt es aber nicht, die Arbeiten fachmännisch und so schnell wie geplant umzusetzen, droht eine Verzögerung. Im schlimmsten Fall muss doch noch ein Profi ans Werk und reißt ein Loch ins Budget – dann droht eine kostspielige Nachfinanzierung.

Tipp: Bauherren sollten genau überlegen, welche Arbeiten sie selbst leisten können. Gut beraten ist, wer sich auf verhältnismäßig einfache Aufgaben beschränkt, die noch nach dem Einzug erledigt werden können.

Richtig versichern

Drei Versicherungen schützen vor Risiken auf der Baustelle: Die Bauherrenhaftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Dritten durch den Bau entstehen. Naturgefahren oder Feuer werden durch eine Wohngebäude- und Elementarschadenversicherung abgesichert. Zu Guter letzt übernimmt die Bauleistungsversicherung entstandene Schäden aus Vandalismus und Diebstahl.

Tipp: Diese drei Versicherungen sind für Bauherren unverzichtbar. Wenn Freunde auf der Baustelle aushelfen, lohnt auch eine Bauhelferversicherung.

Besser gleich regeln

Mängel am Bau sind keine Seltenheit. Wichtig ist, dass sie schnell auffallen und behoben werden. Schreitet der Hausbau weiter voran, sind die Schwachstellen nicht nur schwer zu entdecken, sondern auch nur mit großem Aufwand zu beheben – was wiederum zu Verzögerungen führt.

Tipp: Eine professionelle Baubegleitung prüft und dokumentiert regelmäßig den Fortschritt des Baus und hilft – falls notwendig – bei Mängelrügen.