Super anzuschauen, spannende Infos: der Planetenweg bei Rietberg. Foto: Terschüren

Runter vom Sattel, rein ins (sportliche) Vergnügen

(ter). 13 Kilometer ist die nächste LGS entfernt. Die meiste Zeit führt die Route direkt an der Ems entlang. Kurz nachdem wir Rietberg verlassen haben, geht es durch einen schmalen Weg, auf dem Radler in beide Richtungen fahren dürfen. Wegen der scharfen Kurve ist die Strecke nicht einzusehen. Deshalb unbedingt auf der richtigen Fahrerseite bleiben und nicht nebeneinander fahren. Dabei hilft eine weiße Mittellinie.

Es geht vorbei am Bibeldorf und dem Planetenweg. Sonne, Mond und Co. sind eindrucksvolle Fotomotive. Infotafeln bieten spannenden Details zu den Himmelskörpern. Ein Stück weiter blicken uns braune Rehaugen aus einem Wildgehege hinterher. Linker Hand gibt’s Informationen zum Naturschutzgebiet Emssee. Das Kleinwasserbiotop bietet mit seinen 40 Hektar Vögeln Schutz und Brutplätze. Zahlreiche Radfahrer steigen ab und nutzen die Pause, um gegenüber das Getreidefeld voller roter Mohntupfer zu fotografieren. Kopfweiden am Schotterradweg runden das idyllische Bild ab. Weiter geht es entlang der Ems. Hier und da gibt es eine Bank, aber die sind in sehr unterschiedlichem Zustand. Auf dem gegenüberliegenden Ufer stehen alle möglichen Baumarten und es ist ein Genuss, einfach durchzuatmen. Der Fluss sorgt wieder für ein angenehmes Klima. Wer mehr Abkühlung möchte, der kann ein Stopp im Wiedenbrücker Freibad einlegen.

Kurze Zeit danach zeigt ein Betonmonument an, dass wir uns dem ehemaligen LGS-Gelände Rheda-Wiedenbrück nähern. Links tollen Hunde auf einer Freilauffläche herum. Schickes Fotomotiv sind die drei riesigen Mühlenräder in Wiedenbrück. Ein Stück am Aegidienwall entlang und schon lockt das Seecafe in Wiedenbrück mit seinem Blick über den Emssee. Kinder können sich am nahe gelegenen Wasserspielplatz vergnügen. Spiel, Spaß, umsonst und draußen wird in Rheda-Wiedenbrück groß geschrieben. Die Skate-Anlage „Altes Klärwerk“ lockt erfahrene Skater, ebenso wie Kids auf Fahrrädern oder Rollern. In der „Spielerei“ gibt’s einen Teich mit Bottichen, eine Minigolfanlage und eine Streichelwiese. Eine Mini-Car-Bahn bringt Spaß bei den ersten Fahrversuchen, und wer den Seilzirkus bis nach oben erklimmt, erblickt die Welt mal von einer anderen Seite.

Landesgartenschau Rheda-Wiedenbrück

Flora Westfalica heißt das LGS-Gelände heute. Die Doppelstadt richtete 1988 die LGS aus, die die etwa 2,5 Kilometer auseinanderliegenden Stadtteile Rheda und Wiedenbrück miteinander verbindet. Wieder dient die Ems als Wegweiser, renaturierte Auen- und Flusslandschaften mit Natur- und Lehrpfaden als verbindende Elemente. Start ist im Stadtteil Wiedenbrück mit dem Emssee. Ziel ist Rheda mit Schlosspark und Rosengarten. Das Motto der Flora Westfalica lautet umsonst und draußen, es gibt also keinen Eintritt – außer bei kostenpflichtigen Events. Infos hierzu unter www.rheda-wiedenbrueck.de.