Schon kleine Gehörschutzkapseln können bei bestimmten Anwendungsbereichen das Gehör vor Lärmbelastungen schützen. Foto: djd/3M/Frank Boettner

Am Arbeitsplatz das Gehör schützen

(djd). Lärm kann krank machen, angefangen mit kurzfristigen Symptomen wie Ohrgeräuschen oder einem Hörsturz bis hin zu Langzeitfolgen, beispielsweise einer dauerhaften Lärmschwerhörigkeit, Konzentrationsstörungen oder gar Veränderungen des Blutdrucks. Dies dürfte gemeinhin bekannt sein.

Und doch werden die individuellen Gesundheitsrisiken für das Gehör oft unterschätzt. Dies spiegelt sich in den Statistiken der Berufsgenossenschaften wider: Mit über 6.600 anerkannten Fällen im Jahr 2017 zählt Lärm zu den häufigsten Ursachen für Berufskrankheiten, so die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Der Gesetzgeber hat das Problem erkannt und nimmt seit diesem Jahr die Arbeitgeber verstärkt in die Pflicht: Die Bereitstellung eines geeigneten Gehörschutzes und Schulungen sind damit an Lärmarbeitsplätzen vorgeschrieben.

Gehörschutz-Lösungen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Oft reichen bereits Gehörschutzstöpsel, die einfach in den Gehörgang eingebracht werden. Bügelgehörschützer wiederum ermöglichen ein schnelles Auf- und Absetzen, während Kapselgehörschützer das Ohr komplett umschließen – und das bei geringem Gewicht. Integrierte Kommunikationstechnik für das Sprechen und Hören in lauten Umgebungen macht den Gehörschutz noch vielseitiger. Noch ein Tipp des 3M Experten João do Rosario: „Wer schon in seinem Beruf Gehörschutz trägt, der sollte den Lärmkonsum auch in der Freizeit berücksichtigen und sich hier ebenfalls konsequent vor Lärmquellen schützen, zum Beispiel bei Konzerten oder der Gartenarbeit mit Laubbläser oder Motorsäge.“