Eine gute, gründliche Mundhygiene beugt Karies und vor allem Parodontitis wirksam vor und kann so helfen, teuren Zahnersatz zu vermeiden. Foto: djd/www.tepe.com

Mundhygiene ist eine gute Investition

(djd). Gesundheit ist ein kostbares Gut, zu dem man aktiv beitragen kann. Gerade bei der Mundgesundheit gilt: Wer seine Zähne gut pflegt und damit gesund erhält, unterstützt auch seine Allgemeingesundheit auf lange Sicht und kann damit noch Geld sparen.

Mit guter Mundhygiene teuren Zahnersatz vermeiden
„Zahngesundheit ist ein wesentlicher, aber oft auch wesentlich unterschätzter Teil der Allgemeingesundheit“, erklärt beispielsweise Dr. Ralf Seltmann, Zahnmediziner beim schwedischen Mundhygienespezialisten TePe. Eine Parodontitis etwa erschwere die Therapie von Diabetes und sei ein Risikofaktor für die Entstehung von Lungenentzündungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Neben Karies sei sie auch ein Hauptgrund für Zahnverlust. Zahnverlust bedeutet in der Regel Zahnersatz, und der kann teuer werden: Ein einziges Implantat samt Aufbau kann ohne Versicherung eine Eigenleistung von mehreren Tausend Euro kosten. „In manchen Fällen ist Zahnersatz unvermeidbar. Eine regelmäßige, gründliche Mundhygiene aber beugt Karies und vor allem Parodontitis wirksam vor und kann so helfen, Zahnersatz zu vermeiden“, betont Seltmann. Zähne putzen ist dabei immer die Basis, dennoch entfernt es nur etwa 60 Prozent der bakteriellen Plaque. Denn jeder Zahn hat fünf Seiten, Zahnbürsten erreichen in der Regel aber nicht die Zahnzwischenräume. „Die Reinigung der Zahnzwischenräume mit den individuell passenden Hilfsmitteln wie Interdentalbürsten und Zahnseide sorgt dafür, dass so viel Plaque wie möglich gründlich entfernt wird. Das ist eine Routine, die sich jeder Mensch mit etwas Motivation und Selbstdisziplin aneignen kann“, so Seltmann. Zudem sollte man jährlich, auch ohne akute Beschwerden, zum Check-Up beim Zahnarzt gehen: „Zahnfleischerkrankungen beginnen und verlaufen anfangs oft unbemerkt ohne Schmerzen, aber der Experte erkennt sie früh und kann sich gemeinsam mit dem Patienten dem Zahnerhalt widmen.“

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Patienten müssen bei der Parodontitistherapie mitwirken
Der aktuellen Deutsche Mundgesundheitsstudie zufolge ist jeder zweite Erwachsene zwischen 35 und 44 Jahren moderat bis schwer von einer Parodontalerkrankung betroffen, bei älteren sind es noch mehr. Parodontitis kennt viele Risiken: Neben bakterieller Plaque fördern Rauchen, bestimmte Krankheiten, das Alter oder Stress die Krankheit. Sie kann nicht vollständig geheilt, aber gut behandelt und kontrolliert werden. „Parodontitistherapie ist heute sehr wirksam, besonders, wenn rechtzeitig behandelt und dauerhaft unterstützt wird und der Patient dabei verantwortungsvoll mitzieht“, so Seltmann. Durchschnittlich verliere so selbst ein Patient mit aggressiver Parodontitis nur alle zehn Jahre einen einzigen Zahn.