Bei einem wasserführenden Kachelofen, Heizkamin, Kaminofen oder Pelletofen sorgen Feuer und Wasser im Team für ein optimales Wärmemanagement. Foto: djd/AdK/www.kachelofenwelt.de/Camina Schmid

Ofentypen für moderne Niedrigenergiehäuser

(djd). Hochgedämmte Neubauten und energetisch sanierte Bestandsimmobilien haben einen deutlich geringeren Heizwärmebedarf als ältere, unsanierte Wohngebäude. Bei Niedrigenergie- und „KfW-Effizienzhäusern 55“ kann deshalb meist durch eine Kombination regenerativer Energiequellen ein Großteil der Wärmeversorgung gedeckt werden, manchmal sogar der komplette Bedarf. Dafür bietet sich die Integration einer modernen Holzfeuerstätte an – etwa mit Wassertechnik und reduzierter Wärmeabgabe. Sie kann so abgestimmt werden, dass der Raum nicht zu warm, sondern angenehm temperiert wird.

Mit Feuer und Wasser die richtige Wärme im Haus
Eine herkömmliche Holzfeuerung gibt den größten Teil ihrer Wärme in den Raum ab. Bei einem wasserführenden Kachelofen, Heizkamin, Kaminofen oder Pelletofen dagegen sorgen Feuer und Wasser im Team für ein optimales Wärmemanagement. Über den integrierten Wasserwärmetauscher gibt der Ofen einen gewissen Anteil seiner überschüssigen Wärme an das ihn durchströmende Wasser ab, das in einen zentralen Pufferspeicher eingespeist wird.

Von diesem Speicher aus werden die Zentralheizung und die Brauchwarm-wasserbereitung unterstützt: Der Ofen erzeugt neben der Wärme im Aufstellraum auch warmes Wasser für Küche, Bad und zum Heizen. So kann eine wasserführende Feuerstätte das Herzstück eines intelligent geregelten Hybrid-Heizsystems sein, das regenerative und herkömmliche Energiequellen über den Pufferspeicher vernetzt. Moderne, bedienerfreundliche Regeltechnik stellt sicher, dass erneuerbare Energien Vorrang erhalten und die Wärme bedarfsgerecht verfügbar ist. Damit leistet ein Ofen mit Wassertechnik einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung und Entlastung der Hauptheizung. Richtig dimensioniert kann er in einem hochgedämmten Passivhaus – auch gemeinsam mit einer Solarthermie-Anlage – die alleinige Wärmeversorgung übernehmen.

Fachgerecht dimensioniert vom Ofenbauer
Die richtige Dimensionierung der Holzfeuerstätte für Niedrigenergie-, Effizienz- und Passivhäuser kann ein Ofenbauer-Meisterbetrieb sicherstellen. Der Fachmann stimmt das System auf den reduzierten Wärmebedarf ab, kümmert sich um das Zusammenspiel mit Lüftungsanlagen und um die Vernetzung mit anderen Wärmeerzeugern. Die Kompetenz des Experten gibt Sicherheit von der Systemauswahl über die Planung, Installation, Einhaltung der Umwelt- und Sicherheitsvorschriften bis zur Wartung.