Verträgt meine Haut die Gesichtscreme? Foto: djd/SGS/WavebreakMediaMicro - stock.adobe.com

Das bedeutet „Hautverträglichkeit
dermatologisch getestet” auf Cremes und Co.

(djd). Ob auf Creme-Tuben, Make-up-Dosen oder Shampoo-Flaschen: Wer sich Verpackungen von Reinigungs- und Pflegeprodukten für Haut und Haar anschaut, stößt häufig auf den Begriff „Hautverträglichkeit dermatologisch getestet”. Nur was besagt die Kennzeichnung genau? Handelt es sich um einen Hinweis auf standardisierte Tests? Werden alle Inhaltsstoffe auf Hautverträglichkeit geprüft? Wer eine empfindliche Haut hat oder unter Allergien leidet, sollte sich jedoch nicht allein auf diesen Hinweis verlassen.

Augen auf bei empfindlicher Haut
Die Kennzeichnung „dermatologisch getestet” darf der Verbraucher wörtlich nehmen, da gemäß der EU-Kosmetikverordnung alle Aussagen auf Kosmetikverpackungen belegbar sein müssen. „Der Begriff besagt, dass das Produkt in Anwesenheit eines Dermatologen, also Hautmediziners, auf Hautverträglichkeit getestet wurde. Der Hinweis bedeutet nicht, dass die jeweilige Creme besonders gut für zu Allergien neigenden Menschen geeignet ist”, sagt Dr. Sheida Hönlinger, Bereichsleiterin für Kosmetik sowie Haar- und Körperpflegeprodukte beim unabhängigen Prüflabor SGS Institut Fresenius. Wer eine empfindliche Haut hat und ihre Unverträglichkeiten kennt, sollte stets auf die Inhaltsstoffe achten, die detailliert auf der Verpackung angegeben sein müssen – unabhängig von Auslobungen wie „dermatologisch” oder „klinisch getestet”. Zusätzlich empfiehlt die Expertin: „Wer unsicher ist, sollte seinen Hautarzt fragen. Er kennt mögliche Allergien und kann die Patienten entsprechend aufklären.”

Testreihen stellen Qualität sicher
Wertvoll ist die Aussage aber dennoch, erklärt Dr. Hönlinger: „Die Kennzeichnung stellt dar, dass der Hersteller Wert auf Qualität legt und diese durch wissenschaftlich kontrollierte Tests sicherstellen möchte.” Dass Kosmetik- und Pflegeprodukte vor der Markteinführung in allen Phasen der Entwicklung umfassend getestet werden, ist gesetzlich für alle Hersteller vorgeschrieben. Spezielle Hautlabore wie etwa SGS Institut Fresenius führen dazu nach strengen wissenschaftlichen Vorgaben Laboruntersuchungen, Probandenstudien und Wirksamkeitstests durch.