Wenn Kinder sich ihre Brillenfassung selbst aussuchen dürfen, tragen sie die Brille später auch in der Schule stolz. Foto: djd/ZVA/Peter Boettcher

Fehlsichtigkeit kann zu Unkonzentriertheit im Unterricht führen

(djd). Das neue Schuljahr hat begonnen – da sind nicht nur Fleiß und Mitarbeit gefragt, auch die Augen der Kinder sind im schulischen Umfeld und im Unterricht besonders gefordert. Das Lesen an der Tafel oder im Buch, das Schreibenlernen oder auch der Straßenverkehr auf dem täglichen Schulweg – rund 90 Prozent aller Sinneseindrücke nehmen wir über die Augen auf. Ob ihr Kind gut sieht oder eine Brille bräuchte, ist für Eltern jedoch nicht leicht einzuschätzen. Denn eine eingeschränkte Sehleistung verursacht keine Schmerzen, im Gegensatz zu einer Mandel- oder Mittelohrentzündung. Und so bleiben Fehlsichtigkeiten bei Kindern oft unbemerkt. Mit Folgen für die Entwicklung des gesamten visuellen Systems.

Fehlsichtigkeit rechtzeitig erkennen und behandeln
Eine Sehschwäche kann Unkonzentriertheit, müde Augen oder Kopfschmerzen auslösen. Deshalb sollten alle Kinder während der ersten Schuljahre regelmäßig zum Augenarzt oder Augenoptiker, um die Augen prüfen zu lassen, damit sie im Unterricht den Anschluss nicht verlieren. Wichtig ist, dass im Fall einer Fehlsichtigkeit rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, denn bis zu einem Alter von sechs Jahren ist der Sehprozess noch gut wiederherstellbar, bis zum zehnten Lebensjahr wird es schwieriger. Danach ist die Entwicklung des visuellen Systems abgeschlossen.