Lotsen in der Sehversorgung

(akz-o). In einer stets älter werdenden Gesellschaft ist das Thema „Gesundes Sehen“ wichtiger denn je. Dabei schließen Optometristen eine mögliche Versorgungslücke, indem sie prüfen, welche Störungen des Sehens einer ärztlichen Abklärung bedürfen und welche mit den Mitteln der Augenoptik und Optometrie korrigiert werden können. Vielen ist die Berufsbezeichnung nicht geläufig. Doch die Spezialisten nehmen eine wichtige Lotsenfunktion innerhalb der Sehversorgung ein.

Hochqualifizierte Sehversorgung

Die Optometrie gehört zum Berufsbild des Augenoptikers, wenngleich nicht jeder Augenoptiker alle dazugehörigen Dienstleistungen anbietet. Optometristen besitzen über die Ausbildung zum Augenoptiker hinaus eine Weiterbildung oder ein Hochschulstudium als zusätzliche Qualifikation. Somit darf sich auch nur Optometrist nennen, wer nachweislich über erweiterte Kompetenzen verfügt.

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Foto: Heike Skamper/ZVA/akz-o

Screening zur Gesundheitsvorsorge

Optometristen erbringen vorrangig Gesundheits-dienstleistungen rund um das Auge und das visuelle System. Dabei grenzen sich ihre Aufgaben von den klassischen Tätigkeiten eines Augenoptikers, etwa dem Fertigen einer Brille oder der reinen Anpassung von Kontaktlinsen, ab. Dazu gehören die Beurteilung des vorderen Augenabschnitts –Hornhaut, Augenlinse, Glaskörper – und die Analyse des Tränenfilms. Diese Einschätzungen sind nicht nur für die Anpassung von Kontaktlinsen wichtig, sondern dienen auch der Feststellung allgemeiner und sehleistungsmindernder Auffälligkeiten. Auch die Beurteilung des Augenhintergrundes, vor allem der Netzhaut, ist wichtiger Bestandteil einer optometrischen Untersuchung. Darüber hinaus kann anhand weiterer Funktionsprüfungen – etwa des Kontrastsehens, des Farb-, Dämmerungs- oder Stereosehens und des Gesichtsfeldes – überprüft werden, ob Störungen des visuellen Systems vorliegen. Optometristen können im Rahmen eines Screenings Risikofaktoren für bestimmte Augen- oder Allgemeinerkrankungen feststellen und die Betroffenen in diesem Fall zur Abklärung und Diagnosestellung an einen Facharzt überstellen. Eine gegebenenfalls ärztlich verordnete Therapie kann der Optometrist schließlich durch entsprechende visuelle Hilfsmittel flankieren.Weitere Informationen zum Thema: www.optometrist.de