Schulleiter Michael Kintrup (li.) beim Abschlussgespräch. Foto: Reinhard-Mohn-Berufskolleg

Heimat begegnet den Schülern am
Reinhard-Mohn-Berufskolleg

(Gütersloh). In diesem Schuljahr wurde am Reinhard-Mohn-Berufskolleg (RMB) in Zusammenarbeit mit der AWO, Kreisverband Gütersloh e.V. und Schulsozialarbeit unter der Trägerschaft AWO Kreisverband Gütersloh e.V. erstmalig das „Projekt Begegnung“ durchgeführt.

Schülerinnen und Schüler aus dem Wirtschaftsgymnasium sowie der Internationalen Förderklasse „begegneten” sich dabei für mehrere Wochen. Gemeinsame Aufgabe war es sich untereinander kennenzulernen und den Begriff „Heimat“ mittels Fotos von sich und von Orten zu beschreiben.

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Im Zeitraum von sechs Wochen wurden Plakate erarbeitet, die sichtbar für alle Mitschülerinnen und Mitschüler im Forum ihren Platz gefunden haben. Neben dem schulinternen Verbleib der Ergebnisse nimmt das „Projekt Begegnung“ an der bundesweiten Fotokampagne „eye_land“ teil. Sie beschäftigt sich mit Perspektiven zu Heimat, denn „ob nach Deutschland zugewandert oder hier geboren: die Fotoaktion lädt dazu ein, eigene Sichtweisen auf die Thematik Flucht und Heimat aufzugreifen und darzustellen“, heißt es in der Kampagne. Es sollte verdeutlicht werden, was junge Menschen mit dem Begriff Heimat verbinden. Dabei waren ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Teilnahme setzt sich aus einer Onlinegalerie zusammen, in der die erstellten Fotos dargestellt wurden.

Für das Projekt haben sich einige Schülerinnen und Schüler aus dem Wirtschaftsgymnasium und der Internationalen Förderklasse gemeldet. Dabei wurde intensiv über „Heimat“ diskutiert und sich ausgetauscht. Denn „Heimat“ heißt nicht gleich aktueller Wohnort, wie den Schülern jetzt deutlicher wurde. Manchmal heißt Heimat nämlich auch ein Essen, ein Kleidungsstück oder bedeutet mehrere Orte. Sie wird jedoch von jedem individuell definiert.

Durch viel Arbeit und hohe Motivation konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fotoideen in Form einer Fotogalerie ausarbeiten. Auf den Fotos wurden verschiedenste Dinge in den Vordergrund gestellt, z. B. Gegenstände oder Orte, an denen sich die jungen Erwachsenen wohl fühlen und mit denen sie tolle Erlebnisse verbinden.

„Am Reinhard-Mohn-Berufskolleg werden Schüler aus verschiedenen Bildungsgängen beschult, daher musste ein Projekt her, das Bildung auf einem ganz individuellen Kanal ermöglicht und obendrein auch Spaß macht“, so Günay Ucar, Schulsozialarbeiterin am RMB. Aufgrund der positiven Begegnungen sind im nächsten Schuljahr ähnliche Projekte geplant, damit das Zusammenleben im Schulalltag kreativer, abwechslungsreicher und auch noch harmonischer wird.