Erbbaurecht – Alternative zum Eigentum?

Bauen auf fremdem Grund: Erbbauverträge können gerade in Ballungszentren eine Alternative zum Grundstückskauf sein. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Vorteile und Nachteile des Bauens
auf fremdem Grund

Per Erbbaurecht ins eigene Heim: Erbbauverträge sollten anwaltlich geprüft werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Per Erbbaurecht ins eigene Heim: Erbbauverträge sollten anwaltlich geprüft werden.
Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

(djd). Grundstücke sind besonders in den Ballungsgebieten rar – Erbbaugrundstücke werden daher für viele Bau- und Immobilieninteressierte zur attraktiven Alternative. Im Unterschied zum Grundstückskauf erwirbt ein Erbbaurechtsnehmer nicht den Grund und Boden, auf dem er bauen möchte, sondern zahlt dem Eigentümer, vereinfacht ausgedrückt, langfristig eine Miete, den sogenannten Erbbauzins. Die Laufzeit eines Erbbauvertrags beträgt meist 99 Jahre, sie kann aber auch frei vereinbart werden. Doch welche Vorteile und Risiken bringt ein Erbbauvertrag im Vergleich zu einem Grundstückskauf?

Der Hauptvorteil dieser Form der Schaffung von Wohneigentum ist, dass die hohen Finanzierungskosten für das Grundstück entfallen. Allerdings ist der Erbbaurechtsgeber berechtigt, den Erbbauzins anzupassen, in der Regel parallel zur Entwicklung des Verbraucherpreisindexes beim Statistischen Bundesamt. Selbst wenn der Erbbauberechtigte am Ende der Vertragslaufzeit Grundstück und Haus an den Erbbaugeber herausgeben muss, profitiert er von etwaigen Werterhöhungen der Immobilie. Er erhält vom Erbbaugeber eine Entschädigung,