5. Bildungskonferenz über das Lernen
im digitalen Zeitalter

(Gütersloh). Wie verändern wir die Zukunft von Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter? Über 200 Teilnehmende aus der Bildungsregion des Kreises Gütersloh kamen vor kurzem im Kreishaus Gütersloh zusammen, um sich über Herausforderungen, Chancen und Perspektiven auszutauschen.

„Unsere Bildungskonferenzen greifen auf, was aktuell ist und bewegt, und bieten praktische Ansätze an“, begrüßte die Kreisdirektorin Susanne Koch. „Die digitale Bildung geht als Aufgabe weit über den schulischen Bereich hinaus und wird von vielen Akteuren getragen.“ So auch ihr Wunsch, dass es zu einem anregenden Austausch kommt, neue Impulse entstehen sowie ein Weitertragen in die jeweiligen Arbeitsbereiche gelingt. Michael Uhlich von der Bezirksregierung Detmold als verantwortlicher Abteilungsleiter Schulen hob die Bedeutung der unterschiedlichen Perspektiven hervor, die zwingend bei dieser Thematik zu berücksichtigen wären.

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Zu dem Was und dem Wie des Lernens im digitalen Wandel führte der Hamburger Erziehungswissenschaftler Jöran Muuß-Merholz in seinem Fachvortrag die Zuhörer vom Lernen im Buchdruckzeitalter in das digitale Zeitalter über. „Das Lernen bewegt sich weg von einem Denkmodell des Büffelns auf ein Denkmodell des Rauskriegens zu“, führte Muuß-Merholz aus. Dabei unterstützt beispielsweise ein Medium Handy als mobiler Computer das Lernen in Lerngemeinschaften und gibt viele Rückmeldungsmöglichkeiten.

Die WDR 5-Journalistin Beate Kowollik moderierte zum zweiten Mal die Bildungskonferenz und leitete nach einer Fragerunde in die 11 Fachforen über. Beispielsweise in einem Forum zu „Informatik entdecken mit und ohne Computer“ für Kindergärten und Grundschulen wurden Haltungsfragen diskutiert und praktische Wege und Ideen aufgezeigt. Wie frühzeitig für eine duale Ausbildung im MINT-Bereich mit digitaler Technologie begeistert werden kann, wurde in einem anderen Forum vorgestellt. In weiteren Foren wurden Gegenstrategien gegen Cybermobbing aufgezeigt oder ein erlebbarer Einblick in die Arbeit und die Ausbildung 4.0 ermöglicht.

„Ich spiel mit Worten – dreh sie um bis sie im rechten Lichte liegen“, reimte Julian Heun zweimal im Rahmenprogramm nach den Fachforen. Als selbsternannte „analoge Gedichtsmaschine“ fasste der Berliner Poetry Slamer für die Teilnehmenden im Plenum gekonnt wesentliche Inhalte in einem Poetry Recording zusammen.

Die ganztägige Veranstaltung informierte die verantwortlichen Akteure in der Bildungsregion und gab zahlreiche Anlässe, sich zu vernetzen. Dazu führte das Bildungsbüro des Kreises Gütersloh auf dieser Bildungskonferenz Menschen mit unterschiedlichen Professionen und Sichtweisen zusammen, um das Wissen rund um die digitale Bildung zu teilen und nachhaltig zu vertiefen.