Foto: franckreporter/gettyimages.de/akz-o

Krankenversicherung im Studium

(spp-o). Mit dem Studium beginnt für junge Menschen ein aufregender neuer Lebensabschnitt. Bevor das erste Semester starten kann, müssen wichtige Dinge erledigt werden. „Dazu gehört auch, sich frühzeitig um eine Krankenversicherung zu kümmern“, sagt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Hierzulande besteht für Studenten eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie brauchen einen Nachweis, um sich an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule einschreiben zu können.“

Angehende Studenten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung eines Elternteils beitragsfrei versichert sind, können diese Familienversicherung bis zum vollendeten 25. Lebensjahr weiternutzen. Besteht eine solche Versicherung nicht oder endet diese, wird der Student in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS) versichert. Deren monatlicher Beitrag setzt sich aus einem gesetzlich festgelegten, günstigen Betrag für die Kranken- sowie die Pflegeversicherung zusammen. Hinzu kommt ein Zusatzbeitrag, den die gesetzlichen Krankenkassen selbst bestimmen können.

Anzeige
  • Fenske & Sommer Physiotherapie
  • AÜG Personallogistig
  • Venjakob Azubi Stellenanzeige 2020
  • Baxter

Wer vor dem Studium privat versichert war, hat die Wahl: Er kann sich für die KVdS entscheiden oder sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien und privat versichern lassen. „Grundsätzlich steht diese Option zur Befreiung allen Studenten offen“, sagt Heike Morris. „Es ist jedoch zu bedenken, dass die Entscheidung für das ganze Studium bindend ist.“

Vorsicht beim Nebenjob

Aufpassen müssen Studenten, die nebenbei arbeiten: Eine Mitgliedschaft in der Familienversicherung ist nur möglich, wenn sie monatlich nicht mehr als 435 Euro (Stand 2018) verdienen. „Bei einem Minijob liegt die Grenze bei 450 Euro.“ Studierende, die in der KVdS versichert sind, dürfen nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. „Überschreitungen können in bestimmten Fällen zulässig sein, etwa wenn Arbeitsstunden auf den Abend entfallen, solange die Beschäftigung neben dem Studium erfolgt.“

Weitere Informationen zum Thema bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos und neutral unter 0800 011 77 22, www.patientenberatung.de.