Ratgeber Geld:
So kann man sich vor exorbitanten
Zuzahlungen schützen

(djd). Vielen Menschen steht der Angstschweiß schon auf der Stirn, wenn sie nur an den Besuch beim Zahnarzt denken. Auch wenn er über modernste Instrumente verfügt, stellt sich beim Gedanken an den Behandlungsstuhl ein unwohles Gefühl ein.

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Vor allem hochwertiger Zahnersatz wird in Deutschland für gesetzlich Krankenversicherte immer mehr zur Privatsache.
Foto: djd/AndreyBezuglov/Shotshop/Universa

Furcht kann die Visite beim Zahnarzt aber heute auch noch aus einem anderen Grund bereiten: Wer eine Krone, eine Brücke oder gar ein Implantat braucht, muss üppige Rechnungen fürchten. Denn vor allem hochwertiger Zahnersatz wird in Deutschland für gesetzlich Krankenversicherte immer mehr zur Privatsache. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen selbst bei einfachen Regelversorgungen nur noch 50 bis 65 Prozent der anfallenden Kosten, der verbleibende Eigenanteil kann das Budget eines Haushalts ordentlich belasten. In einem realen Rechenbeispiel kostet ein Implantat gut 2.700 Euro, der maximale Kassenzuschuss beträgt 442,10 Euro, verbleiben knapp 2.300 Euro Eigenbeteiligung des Versicherten. Die Krux: Der Festzuschuss der Kassen ist unabhängig von den tatsächlichen Kosten der Behandlung, im schlimmsten Fall macht er nur etwa 10 bis 20 Prozent der Kosten aus. Mit Zahnzusatzversicherungen können sich gesetzlich Versicherte vor sehr hohen Zuzahlungen schützen. Je nach Leistung unterscheiden sich die Tarife und somit auch die monatlichen Beiträge stark, deshalb sollte man bei der Auswahl genau hinschauen. Ein wichtiges Kriterium sollte beispielsweise sein, dass ein Tarif ohne Gesundheitsprüfung und ohne Altersbegrenzung abschließbar ist.