Spielen, Spaß haben und Anregungen geben Marlene Sieber besucht Familie Egorow

Gütersloh (gpr). Wer spielt, der lernt und öffnet sich für Neues. Das phantasievolle Spiel steht jedes Mal im Mittelpunkt, wenn die Bildungs- und Entwicklungsbegleiterin Marlene Sieber die zweijährige Nikole und ihre Mutter Svetlana besucht. Es ist diese eine Stunde in der Woche, die beide nicht missen möchten. Sie bringt Aufregung, Spannung, neue Spiele und eine gute Stimmung ins Haus.

 

Ob Kneten, Ballspiele, Luftballons, Bauklötze oder Alltagsgegenstände, die ruckzuck umfunktioniert werden zum Spielzeug. Wenn Marlene Sieber mit ihrer Kiste anrückt, finden Mutter und Tochter schnell ins Spiel. „Das ist super“ sagt Svetlana. Begeistert ist sie von dem Spiel mit der Wolle, bei dem ein Knäuel in der gesamten Wohnung entrollt wird, um schließlich die Wege des Fadens mit geschlossenen Augen nachzuspüren. Ein kleines Abenteuer, ohne großen Aufwand, aber mit großer Wirkung.

 

„Durch das intensive Spiel zwischen Mutter und Kind und die vielen neuen Anregungen und Ideen, wird hier schon sehr früh ein Beitrag zur frühkindlichen Bildung gegeben. Nikole lernt sich auf neue Spielinhalte einzulassen und diese weiterzuentwickeln“, so Ulrike Prüller vom Fachbereich Familie und Soziales. Durch diese  dem Alter angemessene, spielerische Förderung, könnten sich die Kinder prima weiter entwickeln und die Eltern lernen, wie sie ihr Kind in der Entwicklung begleiten können.

 

Auch Svetlanas Mann, Nico Egorow, freut sich über die Bildungsbegleitung. Während er gut Deutsch spricht, sind Mutter und Tochter in der russischen Sprache zu Hause, aber mit Marlene Sieber können sie sich mittlerweile dennoch verständigen. Sie haben Vertrauen gefunden. Marlene Sieber, selbst Mutter einer sechsjährigen Tochter fällt es leicht, mit dem nötigen Feingefühl Anregungen zu geben. Darüber hinaus hat sie zusammen mit acht weiteren Frauen eine intensive Schulung absolviert, in der die Entwicklung des Kindes und die Rolle des Spiels im Mittelpunkt standen. Ein gutes Rüstzeug für dieses Ehrenamt.

 

Insgesamt 24 Mal hat die Familienbegleiterin die Familie Egorow besucht und ist vom Erfolg begeistert. Ulrike Prüller vom Fachbereich Familie und Soziales der Stadt Gütersloh, die das BEB-Projekt (Familienbegleitung) koordiniert, überreichte Svetlana Egorow jetzt ein Zertifikat für ihre Teilnahme. „Fast zwanzig weitere Familien nutzen bereits diese Angebot“, so Prüller. Im Herbst würden außerdem neue ehrenamtliche Bildungs- und Entwicklungsbegleiterinnen geschult. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Schulung von Frauen mit guten Kenntnissen einer Zweitsprache (russisch, arabisch oder türkisch,) um das BEB-Angebot verstärkt auch ausländischen Familien anbieten zu können.

 

Die Stadt Gütersloh arbeitet bei diesem Projekt mit dem Kreis Lippe zusammen. Wer Fragen zu dem Projekt hat, oder Interesse, auch als BEB-Begleiterin zu arbeiten, kann sich unter der Telefonnummer 05241 822360 oder per E-Mail an ulrike.prueller@gt-net.de wenden.

 

FamilienbegleitungEgorow

 

 

BU: Ausgiebig spielen und Spaß haben: Jede Woche haben sich die zweijährige Nikole und ihre Mutter Svetlana auf die Hausbesuche von Marlene Sieber (links) gefreut.

 

 

 

 

FamilienbegleitungEgorowPresse

 

BU: Erfolgreich mit der Bildungs- und Entwicklungsbegleitung: Ulrike Prüller vom Fachbereich Familie und Soziales (links) übergibt Svetlana Egorow mit Tochter Nikole das Zertifikat für die Teilnahme. Rechts: Begleiterin Marlene Sieber.