Auch auf Bestandsgebäuden lässt sich ein Gründach nachrüsten: In Eigenleistung wurde auf dem Flachdach eines 1900 erbauten Gebäudes eine nutzbare Dachterrasse mitten in der Stadt geschaffen. Foto: djd/www.xps-waermedaemmung.de

Grün rechnet sich immer

Gründe, warum ein begrüntes Dach das bessere Flachdach ist

(djd). Ein Gründach ist die natürlichste und effektivste Dämmung für ein Flachdach. Geschätzt 1,3 Milliarden Quadratmeter Flachdächer sind in Deutschland verbaut, doch nur etwa ein Drittel davon werden als Gründach genutzt.
Egal ob als Grüne Dächer oder Dachgärten angelegt, sie sehen nicht nur schön aus, sie machen auch Sinn – und rechnen sich langfristig gesehen aus folgenden fünf Gründen:

Wertsteigerung der Immobilie
Ein Gründach bringt zusätzliche Nutzfläche auf die oft kleinen Grundstücksflächen in Großstädten und erzeugt ein besseres Klima – das steigert nicht nur den Wert der Immobilie, sondern auch die Lebensqualität.

Ein konventionelles Kies- oder Bitumendach muss etwa alle 20 Jahre saniert werden. Sonne, Nässe, und extremen Temperaturwechseln hält die lebenswichtige Abdichtung nur einen bestimmten Zeitraum stand. Ein Gründach kann mit der Verwendung von Extruderschaumstoff (XPS) als Dämmung ohne Weiteres doppelt so lange halten. Das liegt daran, dass bei der Ausführung als Umkehrdach diese druckfeste und stabile Wärmedämmung das Dach auch zusätzlich vor Verwitterung schützt. Kommt noch ein Gründach mit Substrat und Pflanzen dazu, werden Lebensdauer und Dämmeffekt im Winter wie im Sommer zusätzlich verstärkt.

Laut Berechnungen der Deutschen-Energie-Agentur dena weist ein ungedämmtes Dach einen Wärmeverlust von 12.120 kWh pro Jahr auf. Ein gedämmtes Dach hingegen nur noch 3.000 kWh pro Jahr. Natürlich ist dieser Wert bei jedem Haus verschieden.

Ein Gründach ist darüber hinaus die effektivste und natürlichste Dämmung, die es gibt. Messungen an einem 16 Zentimeter starken Substrat mit Pflanzen und Kräutern haben ergeben, dass bei einer Außentemperatur von 30 Grad unter der Erde nur 16 Grad herrschten. Im Winter bei -14 Grad herrschten unter der natürlichen Dämmung Null Grad. Damit senkt das Gründach die Heizkosten enorm und hält im Sommer das darunterliegende Dachgeschoss angenehm kühl.

Je mehr Gründächer in dicht bebauten Stadtquartieren verbaut sind, desto weniger heizen sich die Innenstädte im Sommer auf. Sie nehmen Regen auf, geben ihn aber erst nach und nach wieder an die Umwelt ab und verhindern so die Überlastung der Kanalisation und drohende Überschwemmungen.