Sogenannte Hoch-Entaster ermöglichen das Arbeiten in der Höhe mit sicherem und bequemem Stand vom Boden aus. Foto: djd/STIHL

Fassonschnitt für frisches Wachstum

Der Winter ist die beste Zeit zur Pflege der heimischen Obstbäume

(djd). Von wegen ruhiger Winter: Auch in der kalten Jahreszeit ist im heimischen Garten so einiges zu tun. Erfahrene Freizeitgärtner etwa wissen, dass jetzt die beste Zeit für einen Rückschnitt der heimischen Obstbäume gekommen ist. Dieser Arbeitsgang hat nicht nur optische Gründe, sondern bildet zugleich die Basis für einen kräftigen Austrieb der Bäume im Frühjahr, für gutes Wachstum und reiche Ernte. Der Rückschnitt ist im Zeitraum von November bis April möglich – vorausgesetzt, es herrschen keine Frosttemperaturen.

Nur nicht zu zaghaft: Ein Rückschnitt tut den Obstbäumen im heimischen Garten gut. Foto: djd/STIHL

Nur nicht zu zaghaft: Ein Rückschnitt tut den Obstbäumen im heimischen Garten gut.
Foto: djd/STIHL

Kräftig kürzen lautet die Devise
Eine wichtige Maxime für den Rückschnitt der Obstbäume lautet: Zurückhaltung ist fehl am Platz. Nur die Spitzen abzuschneiden, bringt kaum den gewünschten Effekt. „Sinnvoll ist ein kräftiger Rückschnitt, um dem Baum die Chance zu geben, neu auszutreiben“, sagt Garten-Experte Jens Gärtner von Stihl. Besonders bei jungen Bäumen dürfen Äste daher gerne großzügig um ein bis zwei Drittel gekürzt werden. Ältere Bäume hingegen reagieren auf einen zu starken Rückschnitt mit vielen Wasserschossern und sollten weniger stark beschnitten werden. Ein wichtiger Tipp dazu: Stets knapp über einer Triebknospe abschneiden, die nach außen weist. So ist sichergestellt, dass der neue Zweig wiederum ins Licht wächst. Bei älteren Bäumen kommt es zusätzlich darauf an, die bereits dichte Krone wieder auszulichten und zu lüften. Hier können auch größere Äste oder Fruchtholz, das bereits mehrere Jahre Obst trug, entfernt werden.