Ambulanter Pflegedienst

 

Wenn Mutter es allein nicht mehr schafft
Hilfen zur Auswahl eines ambulanten Pflegedienstes

 

(stt). Die Bevölkerung wird immer älter. Nicht jeder ist fit bis zum Ende und für viele kommt irgendwann der Tag, an dem Mutter oder Vater sich nicht mehr ganz allein zuhause versorgen können. Eine stationäre Pflegeeinrichtung ist teuer und anfangs auch nicht nötig. Auf www.pflege-gt.de sind Dienste im Kreis Gütersloh aufgelistet. Doch wie findet man den passenden Pflegedienst. Gt extra hat ein paar Fragen zusammengestellt:

 

  • Was der Einzelne braucht, kann sehr verschieden sein. Deshalb ist es gut, wenn man sich vor Vertragsabschluss kennen lernt. Am Besten ist dazu ein ausführliches und kostenloses Informationsgespräch beim Betroffenen zu Hause. Mit eingeschlossen und daher kostenfrei sollte auch ein schriftlicher Kostenvoranschlag sein.
  • Ist der Pflegedienst für die Behandlungspflege nach dem Sozialgesetzbuch V zugelassen?
  • Hat sich der Pflegedienst auf die Pflege auf behinderte Kinder, Demenzkranke oder Sterbebegleitung spezialisiert?
  • Sind die Mitarbeiter fit in Sachen Finanzierung und Kostenerstattung und können dieses auch verständlich rüberbringen? Gibt es eine aktuelle Preisliste, an der man seinen Bedarf orientieren kann? Was ist mit Pflegehilfsmitteln und Wohnraumanpassung? Wie ist der Wissensstand zur aktuell geltenden, sich ständig verändernden Gesetzgebung? Das Abrechnungsverfahren ist schwierig und sollte für Sie nachvollziehbar erläutert werden.
  • Welche zusätzlichen Leistungen werden angeboten bzw. vermittelt?
  • Wo ist der Pflegedienst beheimatet?
  • Bieten die Mitarbeiter kompetente Unterstützung bei der Durchsetzung von Ansprüchen bei Sozialamt und Pflegekasse?
  • Wie ist der Personalschlüssel? Wie sind die Mitarbeiter qualifiziert und wie werden diese kontrolliert? Wie groß ist das Team und wie hoch die Fluktuation? Demenzkranke reagieren empfindlich auf jede Veränderung und sollten daher feste Bezugspersonen haben. Kann man mit entscheiden, ob ein Mann oder eine Frau z. B. die Körperpflege übernimmt? Kann ein Pfleger, eine Pflegerin abgelehnt werden?
  • Wer ist Ansprechpartner bei Konflikten, Wünschen und Beschwerden?
  • Inwieweit können individuelle Wünsche berücksichtigt werden?
  • Können Angehörige in die Pflege einbezogen werden und gibt es entsprechende Kurse oder Schulungen für pflegende Angehörige durch oder vermittelt er sie?
  • Kann der Pflegedienst die nötige Pflege auch rund-um-die-Uhr leisten? Wie werden Sonn-, Feiertags-, Entlastungs- und Urlaubsvertretung gehandhabt?
  • Wird Ihr Wohnungsschlüssel so verwahrt, dass nur dazu Personen Zugang haben, die auch autorisiert sind?
  • Wie sieht die Kündigungsfrist aus?

 

Ambulante Pflege ist sinnvoll, wenn die eigene Wohnsituation eine angemessene Pflege räumlich zulässt, solange der Pflegebedürftige noch in der Lage ist, im eigenen Haushalt zu leben oder solange der Pflegebedürftige mit Angehörigen zusammenlebt, die die Pflege und Betreuung gemeinsam mit dem ambulanten Pflegedienst sicherstellen. Eine ambulante Pflege entlastet die pflegende Person und vermeidet oder verzögert die Aufnahme in ein Pflege- und Seniorenheim. Sie bietet Hilfe in allen praktischen Fragen und kann als Ergänzung zur Tages- oder Kurzzeitpflege weitere Entlastung bieten.